Der jüngste Vorfall rund um FinanzOnline hat erneut gezeigt,
wie schnell Cyberkriminelle zuschlagen können und wie teuer es Betroffenen
kommen kann. Ein älterer Herr verlor dabei unglaubliche 100.000 Euro,
das er sich über Jahre mühsam angespart hatte.
Die Täter nutzten eine täuschend echte Betrugsmasche:
gefälschte FinanzOnline‑Benachrichtigungen, professionell gestaltete Webseiten
und scheinbar vertrauenswürdige Kontaktaufnahmen. Schritt für Schritt wurde das
Opfer in die Falle gelockt, bis schließlich der gesamte Betrag überwiesen war.
Für viele ist so ein Verlust existenzbedrohend und leider kein Einzelfall.
#Warum besonders Pensionisten gefährdet sind
Pensionisten gehören zu den am häufigsten betroffenen
Gruppen im Online‑Betrugsbereich. Nicht, weil sie unvorsichtig wären, sondern weil ihnen oft das technische Know‑how fehlt, um moderne Betrugsstrategien zu
erkennen.
Kriminelle setzen genau dort an:
• gefälschte E‑Mails
• falsche FinanzOnline‑Portale
• angebliche Beamte, Bankmitarbeiter oder IT‑Experten am
Telefon
• perfide Social‑Engineering‑Tricks
– sind besonders hinterhältige, bösartige und manipulative Methoden, bei denen Angreifer gezielt die menschliche Psyche ausnutzen (statt technischer Sicherheitslücken), um an vertrauliche Informationen zu gelangen, Geld zu erbeuten oder Schadsoftware zu installieren.
Der Begriff „perfide“ unterstreicht, dass diese Angriffe oft täuschend echt, gut vorbereitet und emotional manipulativ sind.
Die Kernmechanismen perfider Social-Engineering-Tricks
- Manipulation von Emotionen: Angreifer erzeugen Druck, Angst, Neugier oder Hilfsbereitschaft, um das Opfer zu schnellem, unüberlegtem Handeln zu verleiten (z. B. „Ihr Konto wird gesperrt, wenn Sie nicht sofort hier klicken“).
- Vortäuschung falscher Tatsachen (Pretexting): Der Angreifer schlüpft in eine Rolle, wie z. B. IT-Support, Bankmitarbeiter oder sogar der CEO (CEO-Fraud), um Vertrauen zu erschleichen.
- Mehrstufige Angriffe: Oft werden verschiedene Kanäle kombiniert – etwa ein gefälschter Anruf (Vishing), gefolgt von einer E-Mail (Phishing) und einer SMS (Smishing), um die Glaubwürdigkeit zu erhöhen.
- Ausnutzen von Vertrauen: Angreifer recherchieren im Vorfeld (z. B. auf Social Media), um persönliche Details zu nutzen und die Anfrage authentisch wirken zu lassen.
Beispiele für besonders perfide Methoden
- CEO-Fraud / Business Email Compromise (BEC): Eine gefälschte E-Mail im Namen der Geschäftsführung fordert einen Mitarbeiter dringlich auf, eine Überweisung auf ein fremdes Konto zu tätigen.
- Vishing (Voice Phishing) mit KI: Angreifer nutzen künstliche Intelligenz, um die Stimme von Vorgesetzten oder Familienmitgliedern zu imitieren und Geld zu fordern.
- Köder-Angriffe (Baiting): Platzieren von infizierten USB-Sticks an öffentlichen Orten (z. B. Parkplatz einer Firma), in der Hoffnung, dass ein Mitarbeiter diesen aus Neugier anschließt.
- Fake-Support/Hilfsbedürftigkeit: Ein Angreifer gibt sich als Techniker aus, der „dringend helfen muss“, um Fernzugriff auf den Rechner zu erhalten
Schutzmaßnahmen
- Skepsis: Unerwartete Anfragen oder Nachrichten immer hinterfragen.
- Dringlichkeit prüfen: Niemals unter Druck setzen lassen.
- Identität verifizieren: Bei verdächtigen Anrufen auflegen und die offizielle Nummer der Firma/Bank anrufen.
- Passwörter/Daten: Niemals Passwörter oder PINs am Telefon oder per Link herausgeben
Ohne fundiertes Wissen darüber, wie man Echtheit prüft,
geraten viele ältere Menschen schnell in Unsicherheit – und treffen
Entscheidungen, die sie sonst niemals treffen würden.
#Wie IT‑Trainings solche Vorfälle massiv reduzieren
können
Genau hier setzen meine IT‑Trainings für Pensionisten an. In
meinen Kursen lernen Teilnehmer unter anderem:
• wie man echte FinanzOnline‑Nachrichten von Fälschungen
unterscheidet
• wie man Warnsignale erkennt – z. B. gefälschte Absender,
verdächtige Links oder unseriöse Aufforderungen
• wie man Zwei‑Faktor‑Authentifizierung sicher
verwendet
• wie man im Notfall richtig reagiert und rasch Hilfe
holt
Das Ergebnis: Deutlich mehr Selbstsicherheit im Umgang mit
digitalen Behördenportalen, E‑Mails und Bankgeschäften – und eine drastisch
reduzierte Gefahr, Opfer solcher Betrügereien zu werden.
#Wissen schützt – besonders im digitalen Zeitalter
Der Fall des Herrn, der 100.000 Euro verlor, zeigt nur zu
deutlich, wie wichtig digitale Kompetenz inzwischen geworden ist. Gerade ältere
Menschen dürfen im digitalen Alltag nicht zurückgelassen werden.
Mit gezielten Schulungen, verständlich erklärt und praxisnah
vermittelt, kann man einen enormen Unterschied machen.
Wenn Sie Angehörige haben, die sich online unsicher fühlen
oder selbst Pensionisten kennen, die Unterstützung brauchen, dann sind
IT‑Trainings eine der wirksamsten Maßnahmen, um zukünftige Schäden zu verhindern.


Hinterlasse einen Kommentar